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Tipps zum Laufschuhkauf



Zugegeben, es ist der teuerste Ausrüstungsgegenstand für einen aber sonst nicht sonderlich teuren Sport. Aber es ist der wichtigste Gegenstand und dem sollte man schon ein wenig mehr Zeit widmen.

Grundsätzlich sollte man zu einem Markenlaufschuh greifen, der zwar vielfach teurer als ein solcher vom Discounter ist. In so einem Schuh stecken aber viel Know-how und enorme Entwicklungskosten, auch wenn die Schuhe später oft in einem Billiglohnland gefertigt werden.

Kaufen sollte man den Laufschuh in einem Sportfachgeschäft, wo gute Beratung geboten wird. Oftmals verfügen die Händler auch über ein Laufband und sind in der Lage eine Laufbandanalyse zu erstellen, was dem Laufschuhkauf in jedem Falle zu Gute kommt. Nun kann es aber vorkommen, dass man in einem Prospekt eines Warenhauses einen tollen Laufschuh besonders preisgünstig angeboten bekommt. Wer sich auf dem kaum noch zu überschauenden Laufschuhmarkt nicht auskennt, sollte sich im Internet über das angebotene Modell informieren. Gerade in großen Warenhäusern kann es vorkommen, dass gerade kein Fachverkäufer anwesend ist und dann muss man als Käufer die richtige Wahl selbst treffen. Für diesen Personenkreis haben wir ein paar nützliche Informationen zusammengestellt und der Leser wird schnell merken, dass dabei die Zahl „Drei“ eine große Rolle spielt.

Ein Laufschuh muss drei Aufgaben erfüllen:
    er muss den Aufprall auf dem Boden dämpfen,
    muss den Fuß im Moment es Aufpralls stützen und
    muss den Fuß führen.
Die wichtigste Aufgabe ist zweifellos die Dämpfung des Aufpralles auf dem Boden. Während des Laufes verliert man für Bruchteile von Sekunden die Bodenhaftung, befindet sich in der sogenannten „Flugphase“. Bei der Landung nach der Flugphase wird Bewegungsenergie freigesetzt, die bei jedem Schritt mindestens dem Dreifachen des Körpergewichtes entspricht. Diese Energie muss der Laufschuh auffangen.

Den Laufschuh kauft man am besten am Nachmittag, da sich das Fußvolumen im Laufe des Tages durch Erwärmung verändert. Dazu zieht man die Strümpfe an, die man beim späteren Sport auch zu tragen beabsichtigt; denn der Unterschied zwischen dünnen und dicken Laufsocken kann bis zu einer halben Schuhgröße liegen.

Als erstes muss man wissen, was man für Füße hat, muss seinen Fußtyp bestimmen können. Man unterscheidet nach Normalfuß, Senk-, Spreiz- und Plattfuß sowie nach Hohlfuß. Normale Füße haben ein normales Fußgewölbe. Der erste Bodenkontakt beim Laufen erfolgt mit der Außenseite des Rückfußes. Danach knickt er leicht nach innen ab (leichte Pronation), um den Aufprall des Fußes aufzufangen. Der Läufer benötigt einen Laufschuh, der in erster Linie Stabilität bietet. Senkfüße haben ein niedriges Fußgewölbe. Senk-, Spreiz-und Plattfüßler knicken nach der Landephase sehr stark nach innen ab (Überpronation), was bei falschem Schuh zu Verletzungen führen kann. Derartige Läufer benötigen Laufschuhe, die Fehlstellungen korrigieren. Sie sollten über feste Pronationsstützen verfügen. Hohlfußläufer berühren den Boden oft nur mit der äußeren Fußspitze und dem Rückfuß. Um dem Fuß dennoch einen guten Aufprallschutz zu gewähren, ist ein Laufschuh mit guten Dämpfungseigenschaften erforderlich.

Weiter ist zu beachten, dass der Schuh ausreichend groß ist. Hier gilt, dass zwischen großem Zeh und der Schuhspitze mindestens noch eine Fingerbreite „Luft“ ist, was verhindert, dass die Zehen auch beim Bergablaufen Kontakt mit der Schuhspitze erlangen, was letztlich zu den sogenannten „Läuferzehen“ führt.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für den Laufschuhkauf ist das Körpergewicht des Läufers. Man unterscheidet hier zwischen leichten, mittelschweren und schweren Läufern. In Kilogramm ausgedrückt geht die Spannbreite bei leichten Frauen bis 60 kg, mittelschwere bis 75 kg und schwere mit mehr als 75 kg. Leichte Männer bringen bis 70 kg auf die Waage, mittelschwere bis 85 kg und schwere mit mehr als 85 kg. Entsprechend ist die Dämpfung des Schuhes ausgelegt. Kauft z.B. ein leichtgewichtige(r) LäuferIn einen eigentlich für eine(n) schwere(n) LäuferIn ausgelegten Laufschuh, kann er / sie die verstärkte Dämpfung dieses Schuhes nicht voll beanspruchen, woraus dann wiederholte Stöße in den Wadenbereich resultieren, die sehr schmerzhaft sein können.

Auch sollte man beim Laufschuhkauf viel Zeit mitbringen, ruhig mehrere Marken und Modelle testen, bis man den geeigneten Laufschuh gefunden hat. Man muss sich in dem Schuh, der einen dann fast 1000 km begleitet, wohlfühlen.

Sollte man das Gefühl haben, dass alle getesteten Laufschuhe etwas eng sind, so sollte man sich nach einem Händler umschauen, der die Marke New Balance anbietet, denn Laufschuhe dieser Marke gibt es in mehreren Fußbreiten. Ferner findet man auf der Website der Firma "New Balance" einen footFitter, eine Online - Fußvermessung mit einer Größen- und Weitentabelle für Damen- und Herrensportschuhmodelle des Unternehmes.

Und wer mit der Zeit viel Spaß am Laufen gefunden hat, sollte sich ein weiteres Paar zulegen, wobei in jedem Falle ein anderes Modell, am besten einer anderen Schuhmarke gewählt werden soll. Es ist uns bewusst, dass die vorstehenden Ausführungen nicht erschöpfend sind; wir denken aber, die wichtigsten Kriterien aufgezeigt zu haben.

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